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vergangenes

vergangene tage verblassen

von alten freunden verlassen

geschichten aus alten zeiten verstummen

erinnerungen verdunkeln

-

doch wenn ihr schon geht

nehmt die sehnsucht hinfort

2.6.07 00:26


die hölle, das sind die anderen

ich kann nicht atmen

solange du mir im nacken liegst

ich halte mir die ohren zu

und öffne den mund

doch schreien kann ich nicht

deine gegenwart macht mich

krank

sie zerstört

die musik

ich kann sie nicht hören

ich bin taub und erblindet

mit einem messer trenne ich

meinen brustkorb auf

um mein herz zum schlagen zu bringen

ich weide mich selbst aus

doch es fließt kein blut

durch meine venen

2.6.07 00:23


ich und du

>>ich bin nichts als der blick, der dich sieht, als dieses farblose denken, das dich denkt.<<

- sartre

1.6.07 17:42


artverwandt

mein libido gebärt die blüte des lebens

knospengleich perlend, die verbotene frucht des garten eden

wenn ein paradies zum schlachtfeld wird

entkleidet, gebraucht und verziert

werben - um gunst, zuneigung und ein paar endorphine

ein gefühl irgendwo zwischen schuld und sühne

mehr, mehr - mehr! simpel sind die gedanken

reduziert, enthemmt, ein trieb ohne schranken

selbstbestimmt und doch nur verleitet

abhängig, angetan, ein bisschen von beidem

schöpfen, schöpfen, aus-schöpfen und sterben

und doch bei jedem mal erneut wiedergeboren werden 

1.6.07 17:38


und am ende steht die ungewissheit

schmerzliche leere

die nur erfahrbar wird

weil ich mich auf etwas einlasse

das sehnsucht fordert

-

unabwendbares abdriften

das nur erfahrbar wird

weil ich jemandem zugang gewähre

zu dem was ich sonst zu schützen vermag

-

unterbewusst empokriechender schmerz

der nur erfahrbar wird

weil ich etwas offen lege

das sonst selbst mir verborgen bleibt

-

unsicherheit

die nur durch die angst erfahrbar wird

dass ich riskiere

den mut zum risiko zu verlieren 

1.6.07 17:31


etwas das sich schmerz nennt

brennend scharfe rasierklingen -

feuersturm auf meine haut.

erfroren an deiner herzenskälte

was sich nun zu grabe tragen lässt. 

stranguliert an den seiten deiner gitarre,

erstickt, weil es sich nicht ausdrücken ließ.

messerscharf ballen sich die worte

festsitzend in meiner kehle; sie zu zerbersten.

schleimverkrustet bröckelt hervor

was niemals hätte gesagt werden sollen,

was niemals hätte gefühlt werden sollen,

vernichted durch die beißend süße illusion

die ihre eigene schöpfung zugrunde richtet.

 

1.6.07 17:23


einsamkeit

wortlos hinab geglitten

verschwunden im sog der leere

verschluckt von dem all der isolation

festgefroren am boden der einsamkeit

aufgefangen im schoße der autonomie

und

erstickt

wie die perle des blutes

in der kaugummiverklebten wunde

einem vogel gleich

an dessen flügeln nie federn sprossen

und der sich doch aus dem nest

in den abgrund stürzt... 

1.6.07 17:15


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