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alles und nichts

nun spiel ich schon seit jahren

das ewig gleiche lied

dies lied das ist mein leben

und die melodie, die ich dazu schrieb

1.6.07 00:15


abgedriftet

sterne blühen und

blumen leuchten

neblich dichter dunst

leben scheint hier zu verloren

dunkel schwelgen seuchen

töne, die das ohr erwecken

käfer, die die wunde lecken

truhe zum zerbersten voll

mit dem, was sich mein leben nennt

meine seele, meinen körper

täglich mit gefühlen schwemmt

einsamkeit so unberührt

gedanken an dich

bin gerührt

stolz, wo bist du? komm zurück!

kopfüber in mein (un-)glück...

 

1.6.07 00:25


leben

ich stehe vor einem scherbenhaufen

ihr sagt, ich solle weiterlaufen

gläsern bohren sich die splitter in meine füße

blutig sind der tapferkeits' grüße

1.6.07 00:27


einsamkeit

wortlos hinab geglitten

verschwunden im sog der leere

verschluckt von dem all der isolation

festgefroren am boden der einsamkeit

aufgefangen im schoße der autonomie

und

erstickt

wie die perle des blutes

in der kaugummiverklebten wunde

einem vogel gleich

an dessen flügeln nie federn sprossen

und der sich doch aus dem nest

in den abgrund stürzt... 

1.6.07 17:15


etwas das sich schmerz nennt

brennend scharfe rasierklingen -

feuersturm auf meine haut.

erfroren an deiner herzenskälte

was sich nun zu grabe tragen lässt. 

stranguliert an den seiten deiner gitarre,

erstickt, weil es sich nicht ausdrücken ließ.

messerscharf ballen sich die worte

festsitzend in meiner kehle; sie zu zerbersten.

schleimverkrustet bröckelt hervor

was niemals hätte gesagt werden sollen,

was niemals hätte gefühlt werden sollen,

vernichted durch die beißend süße illusion

die ihre eigene schöpfung zugrunde richtet.

 

1.6.07 17:23


und am ende steht die ungewissheit

schmerzliche leere

die nur erfahrbar wird

weil ich mich auf etwas einlasse

das sehnsucht fordert

-

unabwendbares abdriften

das nur erfahrbar wird

weil ich jemandem zugang gewähre

zu dem was ich sonst zu schützen vermag

-

unterbewusst empokriechender schmerz

der nur erfahrbar wird

weil ich etwas offen lege

das sonst selbst mir verborgen bleibt

-

unsicherheit

die nur durch die angst erfahrbar wird

dass ich riskiere

den mut zum risiko zu verlieren 

1.6.07 17:31


artverwandt

mein libido gebärt die blüte des lebens

knospengleich perlend, die verbotene frucht des garten eden

wenn ein paradies zum schlachtfeld wird

entkleidet, gebraucht und verziert

werben - um gunst, zuneigung und ein paar endorphine

ein gefühl irgendwo zwischen schuld und sühne

mehr, mehr - mehr! simpel sind die gedanken

reduziert, enthemmt, ein trieb ohne schranken

selbstbestimmt und doch nur verleitet

abhängig, angetan, ein bisschen von beidem

schöpfen, schöpfen, aus-schöpfen und sterben

und doch bei jedem mal erneut wiedergeboren werden 

1.6.07 17:38


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