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dies' leben

>>In jedem Kleide werd ich wohl die Pein

Des engen Erdelebens fühlen

Ich bin zu alt, um nur zu spielen

Zu jung, um ohne Wunsch zu sein

Was kann die Welt mir wohl gewähren?

Entbehren sollst du! sollst entbehren!

Das ist der ewige Gesang,

Der jedem an die Ohren klingt,

Den, unser ganzes Leben lang,

Uns heiser jede Stunde singt.

Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf,

Ich möchte bittre Tränen weinen,

Den Tag zu sehen, der mir in seinem Lauf

Nicht einen Wunsch gewähren wird, nicht einen,

Der selbst die Ahnung jeder Lust

Mit eigensinnigem Krittel mindert,

Die Schöpfung meiner regen Brust

Mit tausend Lebensfratzen hindert.

Auch muss ich, wenn die Nacht sich niedersenkt,

Mich ängstlich auf das Lager strecken;

Auch da wird keine Rast geschenkt,

Mich werden wilde Träume schrecken.

Der Gott, der mir im Busen wohnt,

Kann tief mein Innerstes erregen;

Der über allen meinen Kräften thront,

Er kann nach außen nichts bewegen;

Und so ist mir das Dasein eine Last,

Der Tod erwünscht, das Leben mir verhasst.<<

- Goethe

7.6.07 23:57
 


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Ruhmraff / Website (22.7.07 22:48)
Die Worte sind ein Spiegel, in dem sich die sehen, die sich nicht finden.

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